7/20/2016

ESMOD Berlin 2016 - Behind the Seams


Am Ende dieses Semesters angekommen, habe ich nun wieder Zeit für meine größten Leidenschaften:
Mode und Kunst.

Derzeit streune ich geradezu durch die Hochschulen Berlins, um an ihren Workshops und Events teilzunehmen. 
Von BTK, Weißensee, HTW, UdK und HdpK über HMKW bis hin zur Design Akademie Berlin war ich in der letzten Zeit gefühlt überall. Und das nur aus dem Grund, dass ich es kaum erwarten kann, die Schulbank hinter mir zu lassen und mit dem Studium zu beginnen. Ein Jahr steht mir allerdings noch bevor.

Obwohl ich nicht direkt Modedesign studieren will, möchte ich doch später in der Modebranche arbeiten. Aus diesem Grund treibt es mich immer wieder in die ESMOD Berlin zurück.
Diesmal zur Sommer-Präsentation BEHIND THE SEAMS.

Wie auch in allen Veranstaltungen zuvor überraschten die Studenten der ESMOD mit innovativen Designs und einmaligen Kollektionen. Neben Skizzenbücher und Moodboards reihten sich exakt gearbeitete Kleidungsstücke, die sich durch unfassbare Vielfalt auszeichneten.
Natürlich sind meine Erfahrungen diesbezüglich nur begrenzt, doch sind die ausgestellten Arbeiten der Studenten der ESMOD in meinen Augen immer überdurchschnittlich was Material, Verarbeitung und Konzepte angeht. In der stillen Hoffnung vielleicht doch irgendwann selbst dort studieren zu können, werde ich vermutlich noch lange jede Möglichkeit suchen, Teil dieser Schule zu sein. Dort zu studieren ist definitiv eins meiner Lebensziele.
Wenn ich also irgendwann das Gefühl haben sollte, alles geschafft zu haben, werde ich wohl mein Glück an der ESMOD versuchen - egal wie unrealistisch diese Idee ist.

- M

Live-Dreh eines Fashion-Films mit ausgewählten Arbeiten
Marina Hoermanseder im Saal der Alumnis
(für mich als absoluter Fan der ersten Stunde DAS HIGHLIGHT)
Kristallzucht auf Stoff

Collage meets fashion
die zeitlose Schönheit der Falten
mehr als "nur" weiße Blusen



7/06/2016

Ausgebrannt - Fotografie in Berlin




Als ich am Wochenende mit dem Fahrrad zu einem Kunstmarkt fuhr, stockte mein Atemkurz, als ich an diesen beiden Autos vorbeikam.
Zum einen war es der Schock über derartige Untaten zum anderen eine gewissen Faszination für diesen katastrophalen Zustand der Autos.

Obwohl ich nicht sicher bin, ob es moralisch vertretbar ist, in solchen Momenten die Kamera herauszuholen, konnte ich mich nicht zurückhalten.
Selbstverständlich war der Brand bereits gelöscht, sodass ich immerhin nichts und niemanden behindert habe.
Trotzdem bin ich noch immer zwiegespalten.
Hätte ich mehr Zeit gehabt und weniger gute Klamotten angehabt, hätte ich sicher bessere Bilder machen können.

Trotzdem möchte ich sie hier teilen.

-Mareike
















7/05/2016

Origami Fashion - Haute Couture aus Papier


Endlich habe ich es geschafft, meine erste eigene Modekreation aus Papier anzufertigen.

Auch wenn es nur für den Leistungskurs Kunst war, bin ich doch überglücklich, endlich mal einen verbindlichen Anlass gehabt zu haben.

Aus bestimmt 10 A2 Blättern faltete ich also in der Miura-Ori Faltung meine Module, die ich dann möglichst passend zusammenfügen musste. Diese Klebeorgie war wirklich unerwartet schrecklich, da sich das Papier durch die Faltungen enorm verzogen hatte. 
Generell ist es ziemlich anstrengend, so dickes Papier zu falten.
Aber ich musste eben mit dem arbeiten, was ich hatte.

Alles zusammengeklebt, sah es dann so aus:



-Wohlgemerkt sind die hässlichen Klebestreifen auf der Rückseite-

Anschließend musste ich mich um die eigentliche Rockform bzw. die Passform kümmern.
Ich entschied mich für eine Schnur, die ich durch Lochungen auf der Innenseite zog und mit einem Kordelstopper flexibel fixierte. So lässt sich der Rock jetzt beliebig öffnen und schließen UND natürlich an den Träger anpassen.



Zum eigentlichen Modestück fügte ich jetzt noch Hosenträger aus Ketten hinzu und bastelte einen Kopfschmuck, der ebenfalls nur aus Papier bestand.
Die Ketten kaufte ich in einem Baumarkt. Allerdings waren sie mehr Accessoire, als eine tatsächliche Halterung. In meinen Augen sind die schweren Ketten ein guter Kontrast zum empfindlichen Papier.

Unglücklicher Weise musste ich mein kleines Ensemble für die Bewertung noch in die Schule transportieren.
Ein Glück, dass Faltungen sich falten lassen ;)
In einer Form, die doch stark einer Rakete ähnelt, konnte ich alles unversehrt in die Schule bringen und stolz präsentieren.



Hier also die Bilder von der Präsentation, die wohl kaum hätte besser laufen können.




 





Wer schonmal selbst ein Kleidungsstück hergestellt hat, weiß sicherlich, wie unglaublich schön das Gefühl ist, die Kreation am Körper zu sehen.
Einfach endlich zu sehen, dass ein ursprüngliches Hirngespinst nun in der Realität existiert, ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Vielleicht gefällt es ja dem ein oder anderen da draußen auch..

Gehabt Euch wohl

-Mareike

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